Veranstaltungsreihe “grenzenlos & unverschämt – das literarische, aktivistische und wissenschaftliche Wirken May Ayims”

Filmscreening: „Nachtgesang“

„Nachtgesang“ – der Titel einer der vielen Gedichte von May Ayim. Wir laden euch ein, am Donnerstag, den 19. November 2020, um 19:30 Uhr gemeinsam in einem digitalen Raum den Gedichten von May Ayim zu lauschen.
May Ayim, Künstlerin, Wissenschaftlerin und Schwarze Deutsche Aktivistin, hat bedeutende Gedichte über ihr Leben als afrodeutsche Frau geschrieben, welche bis heute auf große Resonanz bei Menschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen stoßen.

Wir zeigen zum einen die 30-minütige Dokumentation „Hoffnung im Herz“ von Maria Binder. Dieser stellt einzigartig die Etappen des Lebens und Wirkens May Ayim’s dar. Außerdem wollen wir einen Film von Natasha A. Kelly und den “M(a)y Sisters #5” zeigen, in welchem Gedichte von May Ayim künstlerisch vorgetragen werden.

Gerne möchten wir nach dem Filmeabend einen Safe-Space anbieten. Daher wird es einen weiteren digitalen Raum nur für BIPoC geben, um nach dem gemeinsamen Schauen der zwei Filme einen Ort der Vernetzung zu schaffen.

Wir freuen uns darauf mit euch einen gemütlichen Filmeabend zu verbringen mit anschließendem Austausch und Vernetzung!

Der Link zum digitalen Raum: https://meetings.jugendring-jena.de/b/jyygd4z6xdrzg6v

https://www.facebook.com/events/666336074247140/

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Lesung: “Farbe bekennen” – Afrodeutsche Kunst aus Geschichte und Gegenwart.

Am Donnerstag, den 10. Dezember, um 19:30 Uhr wollen wir “Farbe bekennen” und auf den Weg eingehen, den Afrodeutsche Frauen* seit der Weimarer Republik bis hin zur Gegenwart bestreiten mussten bzw. müssen. Mit dem Einfluss von May Ayim, die Mitgründerin Schwarzer Selbstorganisation in Deutschland, die dieses Jahr ihren 60. Geburtstag gefeiert hätte, wollen wir uns an unsere Community richten und appellieren ihren Gefühlen, Emotionen und Frustration, freien Lauf zu geben. Ob jene erst durch dieses Jahr auftauchten oder gar stärker wurden, wir wollen sie mit Kunst, Lyrik und Musik kundtun und somit auch auf Schwarze Künstler*innen aufmerksam machen.

Diese Lesung soll, trotz dass sie offen für alle Interessierten ist, ein Safe Space sein, im Sinne von wir wollen unsere Erfahrungen teilen, aber kein Erfahrungsbericht daraus machen. Wir wollen bilden, aber uns dabei auch nicht vergessen und vor allem wollen wir über den, unserer Meinung nach, neudefinierten Begriff des “Afro-Deutschseins” diskutieren.

Veranstalter*innen: Schwarze und PoC Aktivitstinnen der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) Thüringen

Unterstützer*in: decolonize jena!

Der Link zum digitalen Raum: https://uni-jena-de.zoom.us/j/91912296194

Meeting-ID: 919 1229 6194
Password: 407802

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Förderung: Lokale Partnerschaft für Demokratie Jena (LAP)

Partner*innen: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und Bund deutscher Pfadfinder_innen (BDP)

Vortragsreihe “Gesellschaftsdiagnose: Rassismus”

Wir laden euch herzlich ein!

 

Unsere Gesellschaft ist von rassistischen Strukturen durchzogen. Rassismus äußert sich unter anderem in institutionellen Strukturen, in sozialen Bewegungen, in der Entwicklungs-zusammenarbeit und nicht zuletzt auch in politischen Räumen. Wir werden in diese Gesellschaft und deren rassistische Systeme hineingeboren und durch sie sozialisiert. Hanau und Halle sind extreme Beispiele und zugleich Ausdruck davon, dass rechtsradikale und rassistische Weltbilder gegenwärtig offen artikuliert werden. Rassismus beginnt allerdings nicht erst, wenn eine Person andere Menschen ermordet und lässt sich nicht auf rechtsradikale Kreise reduzieren. Rassismus beginnt und reproduziert sich in unbedachten Sätzen, in politischen Debatten und auch in (vermeintlich) aufgeklärten Kreisen. Deshalb ist es umso wichtiger, sich diese Strukturen bewusst zu machen, um aktiv gegen sie angehen zu können. Ausgehend von der Gesellschaftsdiagnose Rassismus soll die Vortragsreihe dessen institutionelle Verankerung in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern sowie die Wirkung von Vorurteilen und Klischees im Alltag sichtbar machen. Sie lädt zu diesem Thema mehrheitlich BPoC-Expert*innen ein, damit diese von ihren Forschungen und eigenen Erfahrungen berichten können. Die Veranstaltungsreihe möchte zu einer Debatte beitragen, wie wir als und innerhalb der Gesellschaft Rassismus entgegenwirken können. Die Veranstaltungsreihe ist daher keine Reaktion auf rassistisch-ideologische Gewaltausbrüche, sondern legt den Fokus auf die gesamtgesellschaftlichen rassistischen Zustände, die solche Ausbrüche überhaupt erst ermöglichen. Das Aufzeigen rassistischer Strukturen ist gerade auch in der Stadt Jena und an der Friedrich-Schiller-Universität wichtig. Nicht zuletzt, da die Kernmitglieder des NSU-Komplexes ihre Wurzeln in Jena haben. Auch die 2019 veranlasste Jenaer Erklärung „Jenaer Erklärung. Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung.“ zur sogenannten „Rassenlehre“ verdeutlicht die Aktualität und Relevanz des Themas.

Immer dienstags online um 18.30 Uhr.

 

10.11. Rassismus im Rechtsstaat – Madeleine Henfling 

In der letzten Legislatur des Thüringer Landtages wurde Fraktionsübergreifend eine Enquetekommission Rassismus und Diskriminierung eingesetzt. Diese Enquetekommission war eine unmittelbare Konsequenz aus den Untersuchungsausschüssen zum NSU Komplex. Ausgehend von der Tatsache, dass gerade die Nichtentdeckung der rechtsterroristischen Mordserie des sogenannten NSU mit unterschiedlichen rassistischen Mustern einherging, wurde die Entscheidung getroffen, sich konkret in einer Kommission mit Rassismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen. Im Fokus der Debatten stand dabei die Auseinandersetzung mit strukturellem und institutionellem Rassismus in Behörden und Institutionen. Entgegen der Kommissionsmehrheit und der in den Anhörungen vom überwiegenden Teil der Wissenschaftler*innen abgegebenen Stellungnahmen, beharrte eine Minderheit in der Kommission auf der Ansicht, dass rassistische und diskriminierende Verhaltensweisen ausschließlich das Resultat von illegitimen Einstellungsmustern einzelner Personen seien und somit nur durch ein jeweils individuelles Fehlverhalten erklärt werden könnten. Für die Begriffsbestimmung „institutionellen Rassismus“ möchte ich auf die im Rahmen der Enquete-Kommission vom IDZ abgegebene Stellungnahme in der Zuschrift 6/1274 auf S. 2 verweisen: „Doch die Facetten der Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (u.a. Rassismus) zeigen sich nicht nur in Einstellungen, Ideologien und Motivationen von Individuen. Sie verfestigen sich zudem in diskriminierenden Machtverhältnissen und Zuschreibungen, in institutionellen Routinen, Regelungen und Entscheidungsfindungsprozessen, wie im Falle des „institutionellen Rassismus”. Auch im CERD-Staatenbericht von 2015 heißt es „Institutioneller Rassismus liegt vor, wenn Institutionen rassistische Zuordnungen übernehmen und daraus für die so markierten Menschen systematische Benachteiligungen folgen. Institutioneller Rassismus bedeutet nicht, dass notwendigerweise alle Personen, die in entsprechenden Institutionen arbeiten, persönlich rassistische Absichten verfolgen. Der Rassismus ist stattdessen in Routinen und Regelungen eingewoben, welche diese Diskriminierung erzeugen, ohne dass es den Beteiligten auffallen muss.” Daraus ergibt sich für politisch handelnde Akteur*innen ein Handlungs- und Überprüfungsbedarf sowohl in Behörden und staatlichen Institutionen aber auch in eigenen Strukturen wie Parlamenten und Parteien. Und es bedarf einer grundlegenden Identifizierung von rassistische Routinen und Regelung für fast alle politischen Bereiche, um strukturellem und institutionellem Rassismus wirksam zu begegnen.

Madeleine Henfling ist Abgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag und ist Vizepräsidentin desselben. Sie ist Sprecherin für Innen- und Kommunalpolitik, Kultur- Europa- Medien- und Netzpolitik und Antifaschismus und Demokratie und saß mit im NSU-Untersuchungsausschuss Thüringen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Konrad Erben (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, ISD).

Dies ist der Link zur Online-Veranstaltung: https://uni-jena-de.zoom.us/j/98348334617

Kenncode: 500472
Meeting-ID: 983 4833 4617

Der Raum wird ab 18:15 Uhr offen sein, die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr.

https://www.facebook.com/events/741306386460141/

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24.11. Rassismus in der Entwicklungszusammenarbeit – Angelika Heller

In der sogenannten Entwicklungszusammenarbeit wird Entwicklung oft verstanden als positive gesellschaftliche Veränderung. Doch wer bestimmt, welche Veränderungen konkret gemeint sind und wer welche Rolle in diesem Entwicklungsprozess spielt? Im letzten Jahrzehnt sind die Stimmen lauter geworden, die einen postkolonialen und post-development Blick auf die sog. Entwicklungszusammenarbeit (EZ) fordern und diese grundlegend hinterfragen.

• Ist „Entwicklungshilfe“ eine Fortsetzung des Kolonialismus mit anderen Mitteln und sollte komplett abgeschafft werden?
• Welche Macht- und Herrschaftsstrukturen dominieren den Entwicklungsdiskurs?
• Inwieweit spielt Rassismus auf einer individuellen und strukturellen Ebene eine Rolle dabei?
• Wie sehen die Menschen in den Partnerländern des Globalen Südens die sog. Entwicklungszusammenarbeit?
• Gibt es auch positive Ansätze einer kritischen Auseinandersetzung innerhalb der EZ-Organisationen und dementsprechende Änderungen in Partnerschafts-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, Organisationsstruktur, Haltungen und Einstellungen der Mitarbeitenden?

Im Vortrag wird die Referentin auf diese und weitere Fragen eingehen und lädt im Anschluss zu Diskussion und Austausch von Erfahrungen ein.

Die Referentin Angelika Heller war selbst viele Jahre in der sog. Entwicklungszusammenarbeit tätig. Schon während dieser Zeit begann sie sich kritisch mit diesem Arbeitsfeld auseinander zu setzen. Heute arbeitet sie als freiberufliche Trainerin zu Themen von Rassismus, Flucht und Migration, globalem und transkulturellem Lernen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Teresa Gärtner (decolonize Jena!).

Dies ist der Link zur Online-Veranstaltung: https://uni-jena-de.zoom.us/j/94968997254

Kenncode: 071161
Meeting-ID: 949 6899 7254

Der Raum wird ab 18:15 Uhr offen sein, die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr.

https://www.facebook.com/events/1024947627947747/

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01.12. Kulturelle Aneignung – kultivierte Aufregung – Tsepo Bollwinkel

Kulturelle Aneignung ist ein Aufreger. Viele Gefühle sind im Spiel – und noch mehr gesellschaftliche Machtverhältnisse.
Für den Vortragenden ist diese Aufregung zwar relevant, aber nur ein Nebenschauplatz eines viel größeren Zusammenhanges, der viel zu selten in den Diskursen vorkommt. Denn Aneignung – und
Enteignung – durchzieht das gesamte Verhältnis von Globalem Norden und Globalem Süden, von Kolonisator*innen und Kolonisierten, von weißen und nicht weißen Menschen. Der Vortrag wird Aneignung und Enteignung als ein Grundprinzip von Rassismus erklären,versuchen kulturelle Aneignung zu definieren, die gängigen Debatten dazu aus rassismuskritischer Sicht kommentieren und die Frage stellen, zu welchen Zwecken die Aufregung um die kulturelle
Aneignung so ausgiebig kultiviert wird.

Disclaimer: Der Vortragende wird sich konsequent weigern, Anwesenden ihre Entscheidungen zu Haartracht, Kleidung, Essgewohnheiten, Freizeitaktivitäten oder Ähnlichem abzunehmen.

Tsepo Bollwinkel denkt, forscht, schreibt und spricht zu Schwarzen Identitäten, weißsein und Rassismus, Intersektionalität, Empowerment und SOGI (sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten) in internationalen Zusammenhängen.
Er ist u. a. Beirat in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD).

Moderiert wird die Veranstaltung von Moana Wilmot (Mitglied im bundesweiten decolonize-Netzwerks und bei der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD)).

Die Veranstaltung wird gedolmetscht in Deutsche Gebärdensprache.

Dies ist der Link zur Online-Veranstaltung: https://uni-jena.webex.com/uni-jena/j.php?MTID=md8dc63a526def4278e051cc9a6d50861

Meeting-ID: 121 393 5276
Passwort: 3UHyM6BP989

Der Raum wird ab 18:15 Uhr offen sein, die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr.

https://www.facebook.com/events/695171584423383/

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08.12. Rassismus in der Bildung – Şeyda Kurt

Im Juli 2018 erregte in den sozialen Medien der Hashtag #metwo Aufmerksamkeit: Menschen mit Einwanderungsgeschichte berichteten von ihren Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland. Auffällig war, dass sich viele dieser Geschichten im schulischen Kontext abspielten. Lehrende sprachen etwa guten Schüler*innen Hauptschulempfehlungen aus, weil sie sich angeblich als „Ausländer“ dort wohler fühlen würden.
Rassismus an Schulen ist ein ernsthaftes Problem und in einem mehrgliedrigen Bildungssystem, das zum Vorteil nur weniger Menschen funktioniert, strukturell verankert. In diesem Vortrag geht es darum, rassistische Mechanismen im Bildungssystem aufzudröseln und die Frage zu stellen: Was muss sich ändern?

Şeyda Kurt ist freie Autorin für Print, Online und Hörfunk.
Sie schreibt unter anderem für die taz und den Zeitverlag. Außerdem arbeitet sie als Moderatorin und gibt Workshops.

Moderiert wird die Veranstaltung von Mirjam Elomda (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, ISD).

Dies ist der Link zur Online-Veranstaltung: https://uni-jena.webex.com/uni-jena/j.php?MTID=md0a0f86e134bac13baa805959f23ca42

Meeting number: 121 104 9379
Password: 232mvCVh3Md

Der Raum wird ab 18:15 Uhr offen sein, die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr.

https://www.facebook.com/events/340116983946628/

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15.12. Rassismus im/und Feminismus – Dr. Natasha A. Kelly

„Wer nicht anti-rassistisch ist, kann nicht feministisch sein!“, so die akademische Aktivistin und Künstlerin Dr. Natasha A. Kelly. Denn Feministinnen müssten sich für die Rechte aller Frauen* einsetzen und nicht nur für das Weiterkommen der eigenen Gruppe. In ihrem Vortrag wird die Schwarze Feministin dem Rassismus in der deutschen Frauen*bewegung auf den Grund gehen und aufzeigen, inwieweit weiße Frauen* den Feminismus für sich vereinnahmt haben, inwieweit er zur Unterdrückung von Schwarzen Männern führt und wie wir uns aus dieser Falle befreien können.

Eine Schwarze Feministin war Dr. Natasha A. Kelly in der Praxis schon immer, die Theorie kam später durch ihre wissenschaftliche Mitarbeit am Gender Institut der Humboldt-Universität hinzu. Heute ist sie in diversen frauen*politischen Kontexten aktiv, zuletzt als Filmemacherin des preisgekrönten Dokumentarfilms „Millis Erwachen“. 2019 gab sie „Schwarzer Feminismus“ die Übersetzung bedeutender Grundlagentexte im Unrast Verlag heraus.

Moderiert wird die Veranstaltung von Maresa Pinto (decolonize Jena!).

Dies ist der Link zur Online-Veranstaltung: https://uni-jena-de.zoom.us/j/94934311059

Meeting-ID: 949 3431 1059
Kenncode: 979915

Der Raum wird ab 18:15 Uhr offen sein, die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr.

https://www.facebook.com/events/925552524642675/

Offener Brief an die Stadt Eisenberg bezüglich des „Eisenberger M*****festes“ 2020

Als Teil des Bündnisses und unterzeichnende Gruppe teilen wir den Brief, welcher hier veröffentlicht ist, auf unserem Blog. Er darf gerne noch weiter verbreitet und auch unterzeichnet werden (siehe Ende des Briefs).

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Im Mai 2019 hat die Stadt Eisenberg erstmals ihr jährliches Stadtfest unter dem rassistischen Titel „Eisenberger M*****fest“ veranstaltet. Während Vertreter*innen der Stadt zum Ausdruck gebracht haben, dass die Veranstaltung Weltoffenheit und Toleranz signalisieren soll, steht die Namensgebung doch in einem unauflösbaren Widerspruch mit diesem selbsterklärten Ziel. Die Bezeichnung „M***“ ist untrennbar mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus und Rassismus verknüpft, weshalb sie Schwarze Menschen diskriminiert und verletzt und damit unvereinbar mit den von der Stadt proklamierten Werten der Offenheit, des gegenseitigen Respekts sowie der Achtung und Würde aller Menschen ist.

Verschiedene Initiativen, Beratungsstellen, Beiräte, Netzwerke und Einzelpersonen, darunter Landtagsabgeordnete aus dem Saale-Holzland-Kreis wie auch darüber hinaus kritisierten entsprechend schon 2019 die Namenswahl für das Stadtfest und fordern nun mit diesem offenen Brief die Veranstaltenden erneut auf, die Veranstaltung nicht nochmals unter der bestehenden Bezeichnung stattfinden zu lassen. Die durch Corona bedingte Absage des Festes 2020 ist aus unserer Sicht eine Chance dafür, dass sich die diskriminierende Bezeichnung des Festes nicht weiter verfestigt. Die Unterzeichnenden dieses Briefes möchten die Stadt hiermit zu einem Gespräch einladen, in dem mögliche alternative Namensvorschläge und Gestaltungen des Festes gemeinsam diskutiert werden, welche dem besagten Anliegen der Veranstaltenden gerechter werden können.

Es gibt viele gute Gründe, warum die Bezeichnung „M***“ weder im Allgemeinen, noch für ein Stadtfest verwendet werden sollte: Der Begriff geht sowohl auf das lateinische „maurus“ („schwarz“, „dunkel“, „afrikanisch“) als auch das altgriechische „moros“ („töricht“, „einfältig“, „dumm“ und auch „gottlos“) zurück. Im Laufe der Geschichte wurde das Wort für verschiedene Bevölkerungsgruppen benutzt, diente jedoch spätestens seit dem 18. Jahrhundert dazu, Schwarze Menschen auf ihre Hautfarbe sowie weitere physische Merkmale zu reduzieren und herabzuwürdigen. Die kolonialen und rassistischen Bilder und Assoziationen, die so untrennbar mit dem Wort „M***“ verbunden sind, stehen nicht nur in fundamentalem Widerspruch zu der von der Stadt proklamierten Botschaft des Festes, sondern insgesamt zu den demokratischen Werten einer modernen Gesellschaft. Die aktuelle Bezeichnung des Stadtfestes wäre damit auch kritikwürdig, wenn sie eine langjährige Tradition besäße. Es ist jedoch umso erschreckender, dass es sich bei dem „Eisenberger M*****fest“ um eine Neubenennung handelt.

Über die Bezeichnung des Stadtfestes hinaus war die letztjährige Veranstaltung an verschiedenen Stellen von exotisierenden Darstellungen Schwarzer Menschen in Form von Verkleidungen, z.B. als unterwürfige Diener*innen, und dem dunklen Übermalen der Haut Weißer Menschen („Black Facing“) geprägt. Es wurde eine Palette von Produkten angeboten, die den rassistischen Begriff wiederholten (M*****-Kaffee, M*****-Küsse, M*****-Bier etc.), und zudem wurde auf der Hauptbühne mehrfach ein Theaterstück aufgeführt, das die sogenannte „M*****-Sage“ aus Eisenberg aufgriff. Darin wird die Geschichte eines versklavten, namenlosen Schwarzen Kindes erzählt, das die Gräfin von Eisenberg unterhalten sollte. Während der Aufführung wurden immer wieder Kinder im Publikum aufgefordert, die rassistische Fremdbezeichnung „M***“ zu rufen und zu singen. Anstatt den historischen Hintergrund dieser Geschichte zu beleuchten und auf das Unrecht der Versklavung einzugehen, wurde beim Stadtfest 2019 in Eisenberg von einem „Waisenkind“ berichtet, das der Eisenberger Graf von einer Reise mitgebracht hätte. Eine derartige Erzählung der Sage verharmlost den Handel mit versklavten Menschen und die Bedingungen ihrer Unterdrückung.

Wie eingangs zum Ausdruck gebracht, möchten wir die Stadt Eisenberg bei dem weiteren Umgang mit dem Stadtfest unterstützen und dazu beitragen, gemeinsame kurzfristige sowie langfristige Problemlösungsvorschläge zu entwickeln. Neben der Umbenennung des Festes fordern wir von der Stadt Eisenberg die Bildung einer Arbeitsgruppe, in der politische Selbstvertretungen von Schwarzen Menschen in Deutschland sowie aktivistische Gruppen, die sich mit der Aufarbeitung lokaler Kolonialgeschichten beschäftigen, zentral mitarbeiten.

 

Unterzeichnende Organisationen und Personen

  • Antifaschistisch – Initiativ – Solidarisch (AIS) – Saale-Holzland-Kreis
  • Mimikri e.V. – Eisenberg
  • Libertas Subcultura e.V. – Hermsdorf
  • Stünzmühle e.V. – Petersberg
  • Muna e.V. – Bad Klosterlausnitz

 

  • Iberoamérica e.V. – Jena
  • ANSOLE e.V. – Jena
  • decolonize jena!
  • Sandro Witt (Mobit e.V.)
  • MigraNetz Thüringen
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) – Gruppe Thüringen
  • Decolonize Erfurt
  • ezra – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen
  • thadine – Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerk
  • Bund Deutscher Pfadfinder_innen Landesverband Thüringen
  • SJD – Die Falken Landesverband Thüringen
  • Naturfreundejugend Thüringen
  • DGB-Jugend Thüringen
  • Refugee Law Clinic, Jena
  • Dr. Matthias Quent (Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft)
  • LSVD Thüringen e.V.
  • dindingo-Gambia e.V. – Erfurt
  • Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
  • Berater*innenkreis Runder Tisch für Demokratie Jena
  • NSU KOMPLEX AUFLÖSEN Jena
  • Jugend gegen Rechts – Jena
  • Ausländerbeirat der Stadt Erfurt
  • Ausländerbeirat der Stadt Weimar
  • Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Jena
  • Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V. (EWNT)
  • Landesseniorenrat Thüringen

 

  • DaMost – Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland
  • Anton-Wilhelm-Amo-Bündnis – Halle (Saale)
  • Halle Postkolonial
  • Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt
  • Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA)
  • Initiative 12. August – Merseburg
  • AG Postkolonial Leipzig
  • transgalaxia e.V. – Leipzig
  • Dresden Postkolonial
  • MigraNet-MV
  • Rostock Postkolonial
  • Postcolonial Potsdam
  • Berlin Postkolonial e.V.
  • Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself
  • Bielefeld postkolonial
  • Decolonize Hannover
  • Gießen Postkolonial
  • Decolonize Cologne
  • bonn postkolonial
  • Amadeu Antonio Stiftung

Es ist weiterhin möglich, diesen Offenen Brief durch Unterzeichnung zu unterstützen. Dazu bitte eine Mail an info@thadine.de schicken. Eine regelmäßig aktualisierte Version mit allen Unterstützer*innen ist auf der Seite des Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerks (thadine) verfügbar: https://www.thadine.de/.

Demo am 25.06.2020: Empörung reicht nicht – Handeln gegen Rassismus und Polizeigewalt

Liebe Alle,

nächste Woche findet in Jena eine wichtige Demo gegen Rassismus und Polizeigewalt statt, die wir unterstützen. Den Aufruf findet ihr nachfolgend.

Kommt alle zahlreich!

Viele Grüße
decolonize jena!

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Liebe Menschen,
 
gemeinsam mit anderen Schwarzen und BIPOC-Organisationen rufen wir zu einer Kundgebung am 25.06., 17 Uhr auf. Wir treffen uns auf dem Holzmarkt. Hier der Aufruf zur Weiterverbreitung:
 
Viele Menschen haben in den letzten Wochen ihrer Wut und ihrer Empörung über Rassismus und verschiedene Formen rassistischer Gewalt Ausdruck verliehen. Als Gruppen und Einzelpersonen, die sich zum Teil seit vielen Jahren gegen Rassismus einsetzen, teilen wir diese Wut. Wir erfahren täglich Rassismus am eigenen Leib.

Wir sind aufgebracht und sagen: Ja, der Moment für Empörung ist jetzt. Der Moment war aber auch schon vor den Morden an Breonna Taylor, George Floyd, Rayshard Brooks und unzähligen anderen. Der Moment für Empörung wäre schon nach den Morden an Oury Jalloh, William Tonou-Mbobda, Christy Schwundeck und unzähligen anderen gewesen, die in Deutschland von der Polizei getötet wurden.
Rassistische Polizeigewalt und rechtsradikaler Terror wie in Hanau, Halle und beim NSU-Komplex geschehen nicht aus dem Nichts. Sie fußen auf der Grundlage einer Gesellschaft, die Rassismus und Gewalt verinnerlicht hat. In der struktureller, institutioneller und individueller Rassismus zum Alltag gehören.
Der Moment für Empörung ist jetzt, war gestern, vor einem Jahr, vor 10, vor 500 Jahren, er wird auch morgen sein und übermorgen! Rassistische Gewalt, Ungerechtigkeit und Unrecht müssen benannt werden.
Empörung allein aber reicht nicht! Wir erwarten von der deutschen Gesellschaft und den Verantwortlichen in den staatlichen Strukturen mehr als folgenlose Empörung. Wir erwarten eine ehrliche und selbstkritische Auseinandersetzung mit Rassismus und Weißsein – auch langfristig und auch, wenn sie langwierig oder schmerzhaft wird. Wir erwarten strukturelle Veränderungen, die mehr sind als bloße Vielfalts-Rhetorik. Wir erwarten entschlossenes und reflektiertes Handeln gegen Rassismus – hier und jetzt!

Insbesondere fordern wir:
  1. Die Anerkennung und Bearbeitung von Rassismus als System und seiner gesellschaftlichen Auswirkungen.
  2. Antirassistische Bildungspläne in allen Bildungseinrichtungen.
  3. Die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte, auch in Jena und Thüringen.
  4. Eine unabhängige Thüringer Antidiskriminierungsstelle.
  5. Ein Thüringer Landesantidiskriminierungsgesetz.
  6. Eine unabhängige Polizeibeschwerdestelle.
  7. Anti-Rassismus- und Antidiskriminierungstrainings für die Polizei.
  8. Eine Umsetzung und Fortentwicklung der Empfehlungen der Enquete-Kommission „Rassismus und Diskriminierung“.

ANSOLE e. V.
Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD-Bund e.V.)
Iberoamérica e.V.
Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Jena

MigraNetz Thüringen

 
 
Unterstützer*innen:
decolonize Jena!
Frauen*Streik Jena
MediNetz Jena e.V.

NSU-Komplex auflösen Jena
 
Die Unterstützer*innenliste ist nicht abgeschlossen und kann ergänzt werden. Bitte meldet euch dafür ggf. zurück.

AUFRUF zur Online-Aktion anlässlich May Ayims 60. Geburtstag am 3. Mai: grenzenlos und unverschämt

grenzenlos und unverschämt – so lautet der Titel eines Gedichts von May Ayim. Ein Gedicht über Rassismus im Alltag und den immer wiederkehrenden Kampf um die Anerkennung von Schwarz-Sein in Deutschland. Mit ihrer Lyrik und ihrer politischen Aktivität als Mitbegründerin der afrodeutschen Frauenbewegung (ADEFRA) in den 1980er Jahren und als Vorkämpferin der Neuen Schwarzen Bewegung in Deutschland widmete sie sich einer kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus und dem Umgang mit der kolonialen Vergangenheit. Außerdem arbeitete sie im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit u.a. zu machtkritischer Pädagogik. Sie machte auf afrodeutsches Leben aufmerksam, schrieb afrodeutsche Geschichte – dieser Geschichte und May Ayim möchten wir an ihrem Geburtstag gedenken.

Am Sonntag, den 03. Mai 2020, würde May Ayim 60 Jahre alt werden, hätte sie sich nicht 1996 im Alter von 36 Jahren das Leben genommen. Ihr Wirken, ihre Gedichte, ihre Forschung und ihre politische Arbeit leben weiter und inspirierten uns zu einer Onlineaktion. Denn ihr Schreiben scheint (mal wieder) aktueller denn je.

Wir möchten euch aufrufen, mitzumachen und gemeinsam May Ayim als Dichterin, Pädagogin und politischer Aktivistin zu gedenken und somit auf Lebensrealitäten aufmerksam zu machen, die von ausgrenzenden Sichtweisen und Denkstrukturen bedroht sind. Wir wollen sie für sich sprechen lassen und nicht für sie sprechen, denn ihre Stimmen sind laut. Doch sie müssen gehört werden.

Schnappt euch Pappe und Transparente, beschreibt und bemalt sie mit Auszügen aus May Ayims Gedichten oder anderen Sprüchen, hängt sie an euren Balkon oder aus eurem Fenster, macht ein Foto davon und schickt es uns!

Also:
Am Sonntag, den 03. Mai 2020, sollen in Jena Plakate und Transparente hängen, um May Ayim zu gedenken. Damit wir auch online Aufmerksamkeit erzeugen können, schickt uns bitte ein Foto von euren aufgehängten Plakaten oder Transpis bis Samstag, den 02. Mai 2020 an decolonize-jena [ät] riseup.net.

Wir freuen uns drauf!

PS: Später im Jahr, wenn wieder Veranstaltungen erlaubt sein werden, wollen wir May Ayims Wirken und Leben in den Fokus einer eigenen Veranstaltungsreihe stellen. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Ausstellung + Begleitprogramm “Homestory Deutschland. Schwarze Biografien” vom 12.9.-11.10.19 in Jena

Herzliche Einladung!

Liebe Alle,

wir möchten Sie/Euch ganz herzlich einladen, die Ausstellung “Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart” sowie das Begleitprogramm dazu im September und Oktober an unterschiedlichen Jenaer Orten zu besuchen. Die Ausstellung wird vom 12.9.-27.9 im Stadtteilbüro Lobeda (geöffnet Di-Do 10- 17 Uhr) und vom 1.10.-11.10.2019 in der Ernst-Abbe-Hochschule (geöffnet Mo-Fr 8-19 Uhr) gezeigt. Der Eintritt zur Ausstellung und den Veranstaltungen ist frei.

Flyer zum Download

 

Die Ausstellung

Homestory Deutschland ist ein kollektives Selbstporträt. Die Ausstellung zeigt Biografien von 27 Schwarzen Persönlichkeiten aus drei Jahrhunderten und ihre unterschiedlichen Lebenswege in Deutschland. Es geht um die Weitergabe von gelebter Erfahrung und die Darstellung eines verdrängten Teils deutscher Geschichte und Gegenwart, der durch die Erzählungen der Porträtierten präsent wird. Schwarze Perspektiven und Reflexionen, Beiträge und Verdienste erfahren dabei als Quelle eines vielstimmigen und gemeinschaftlichen Wissens eine besondere Würdigung. Die Ausstellung ist von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD e.V.) entwickelt.

Mehr Infos zur Ausstellung.

Das Begleitprogramm

MITTWOCH, 11. SEPTEMBER 2019, 19 Uhr:

Film »Millis Erwachen« und Diskussion mit der Regisseurin

Ort: KuBus Jena, Theobald-Renner-Straße 1 a, 07747 Jena

Mit ihrem 2018 uraufgeführten Film Millis Erwachen gibt die Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly der schlafenden Milli eine Stimme. Es kommen acht Schwarze deutsche Künstlerinnen verschiedener Generationen zu Wort und berichten von ihren Auseinandersetzungen mit der andauernden kolonialen Kontinuität Deutschlands.

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DONNERSTAG, 12. SEPTEMBER 2019, 18 Uhr:

Vernissage zur Ausstellung Homestory Deutschland

Ort: Stadtteilbüro Lobeda, Karl-Marx-Allee 28, 07747 Jena

Einführende Worte der ISD Thüringen und Führung durch die Ausstellung. Musikalische Begleitung: Julia Wiredu [Saxophon]

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MITTWOCH, 18. SEPTEMBER 2019, 18 Uhr:

Film: »La Couleur du Coeur – Die Farbe des Herzens«

Ort: KuBus Jena, Theobald-Renner-Straße 1 a, 07747 Jena

»Was kann ich tun, wenn mich jemand wegen meiner Herkunft oder Hautfarbe beleidigt und angreift?«, war die Ausgangsfrage für den Film. Das Medium Film wird hier genutzt, um ein Kennenlernen zu ermöglichen. Diaby, Ibrahim, Mouctar und Dianka öffnen ihre Haustür in Gera und haben die Hoffnung, mit ihrem Film Menschen neugierig zu machen. Im Anschluss an den Film wird eine Gesprächsrunde zum Filmprojekt mit den Protagonisten des Films stattfinden.

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DONNERSTAG, 26. SEPTEMBER 2019, 16 Uhr:

Geführte Tour durch die Ausstellung

Ort: Stadtteilbüro Lobeda, Karl-Marx-Allee 28, 07747 Jena

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DIENSTAG, 1. OKTOBER 2019, 17 Uhr:

Zeitzeugengespräch mit Paulino Miguel und Peggy Piesche (angefragt)

Ort: Ernst-Abbe-Hochschule, Haus 5, 3. Etage, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

Vor vierzig Jahren schlossen die VR Mosambik neben anderer Staaten einen Staatsvertrag mit der DDR. Dieser beeinflusste die Lebenswege von über 17.000 Vertragsarbeiter*innen und mehreren Tausend Expert*innen. Bei der deutschen Wiedervereinigung konnten viele ihrer Belange nicht zufriedenstellend gelöst werden. Besonders die Vertragsarbeiter*innen erfuhren wenig Anerkennung und Respektierung ihrer Leistungen. Während eines Zeitzeugengesprächs wird das Magdeburger Memorandum vom 24.2.2019 vorgestellt.

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MITTWOCH, 9. OKTOBER 2019, 16 Uhr:

Geführte Tour durch die Ausstellung (*)

Ort: Ernst-Abbe-Hochschule (Haus 5, 3. Etage). Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

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DONNERSTAG, 10. OKTOBER 2019, 19 Uhr:

Lesung (*)

Ort: Haus auf der Mauer, Johannisplatz 26, 07743 Jena

Afrodiasporische Lyrik und Geschichten mit Live-Musik mit Texten von May Ayim, Sharon Dodua Otoo und vielen mehr.

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MONTAG, 14. OKTOBER 2019, 16 Uhr:

Geführte Tour durch die Ausstellung (*)

Ort: Ernst-Abbe-Hochschule (Haus 5, 3. Etage). Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

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DONNERSTAG, 17. OKTOBER 2019, 17 Uhr:

Stadtrundgang mit der Gruppe decolonize Jena! (*)

Ort: Treffpunkt 17 Uhr, Holzmarkt, Jena

 

Weitere Infos zum Begleitprogramm.

 

Veranstalter*innen: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD), Bund Deutscher Pfadfinder_innen Thüringen e.V., decolonize jena!

Gefördert von: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben sowie vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Freistaats Thüringen im Rahmen des Landesprogramms Denk bunt, Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit

Mit freundlicher Unterstützung des Stadtteilbüro Lobeda, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, des Internationalen Centrums Haus auf der Mauer und des KuBus

 

(*) diese Veranstaltungen finden auch als Teil der ALOTA – Alternative Orientierungstage Jena statt

Kontakt

Wir sind erreichbar per E-Mail unter decolonize-jena [at] riseup.net oder auf Facebook: https://www.facebook.com/decolonize.jena/