Einladung zu unseren Veranstaltungen bei den ALOTA im Oktober!

Vom 8. – 20.10.18 finden in Jena zu Semesterbeginn wieder die alternativen Einführungstage (ALOTA: http://alota-jena.org/) statt. Auch wir steuern drei spannende Veranstaltungen bei, zu denen wir euch herzlich einladen möchten!

Wir bemühen uns um eine einfache Sprache. If you aren’t fluent in German, we will do our best to provide a translation in English (or French, Spanish, Portuguese).

Kommt gern vorbei, wir freuen uns auf euch!


08.10.18 (Montag) 18 – 21 Uhr / Hörsaal 9, Carl-Zeiß-Str. 3

Workshop „Dekolonisierung post-kolonialer Organisationen“

durchgeführt von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund (ISD) e.V.

Seit einigen Jahren werden postkoloniale Initiativen und „Decolonize“-Gruppen ins Leben gerufen. Sie sind ein wichtiger Teil bei der Aufarbeitung und Auseinandersetzung im Zusammenhang der kolonialen Vergangenheit Deutschlands. Meist agieren sie in Bündnissen mit schwarzen bzw. afrikanischen Selbstorganisationen, die sich bereits seit mehr als 30 Jahren ebenfalls mit diesem Thema beschäftig. Im Unterschied zu den postkolonialen Initiativen und „Decolonize“-Gruppen ist dieses Thema für die Schwarze Community jedoch unmittelbar im Kontext der derzeitigen Machtverhältnisse und rassistischen Hierarchisierungen zu verstehen, sowohl im globalen Süden als auch im globalen Norden.

Der Workshop hat zum Ziel, die koloniale Vergangenheit mit der aktuellen politischen Lage zu denken und sich kritisch mit den kolonialen Verhältnissen in der Arbeit der postkolonialen Initiativen auseinanderzusetzen. Der Workshop ist als Start eines Prozesses zu verstehen, an dessen Ende eine politische Haltung stehen soll, die eine gemeinsame und solidarische Zusammenarbeit bei der Dekolonisierung der Gesellschaft ermöglichen wird.

Hier kommt ihr zur Homepage der ISD: http://isdonline.de/


13.10.18 (Samstag) 14 – 17 Uhr / Holzmarkt

Stadtrundgang zum deutschen Kolonialismus und seinen Spuren in Jena

Knapp 100 Jahre ist es her, dass Deutschland die kolonisierten afrikanischen Gebiete abgegeben musste. Aber gibt es heute noch koloniale Spuren im öffentlichen Raum? In Jena? Wir wollen gemeinsam und interaktiv auf Spurensuche gehen und über ihre Bedeutung für die Gegenwart sprechen.


15.10.18 (Montag) 16 – 19 Uhr / Haus auf der Mauer: Großer Saal, Johannisplatz 26

Workshop „Wessen Geschichte? Kolonialismus-kritische Perspektiven auf Geschichtsbilder“

„Geschichte wird gemacht. Geschichte ist Macht. Geschichte ist eine Frage des Standpunkts.” Aber: Was ist unser Standpunkt eigentlich? Von welchem Ort betrachten wir Geschichte, wie kolonialistisch sind unsere Geschichtsbilder, wo sind unsere blinden Flecken und toten Winkel? Und überhaupt: wer sind eigentlich „wir”? Diese Fragen möchten wir im Hinblick auf Kolonialismus und koloniale Kontinuitäten mit euch erarbeiten und diskutieren. Immer mit Blick auf die politische Relevanz: Welche Perspektiven ergeben sich daraus für eine (selbst-)kritische, emanzipatorische Praxis des Umgangs mit Geschichte?


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, anti-muslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Herzliche Einladung zu unserer Veranstaltungsreihe – 25.6., 5.7., 7.7.18

Kolonialismus aufarbeiten! – Spuren und Folgen der kolonialen Vergangenheit in Deutschland und Namibia

Deutschland, ehemalige Kolonialmacht? Im Vergleich mit der Geschichte anderer europäischer Staaten wird die deutsche Kolonialvergangenheit gerne heruntergespielt. Aber das deutsche Kaiserreich besetzte eine Vielzahl von Gebieten, beutete systematisch Menschen aus, unterdrückte und ermordete sie in den Kolonien. In der Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heutiges Namibia) verübten deutsche Soldaten sogar einen Völkermord an der dort lebenden Bevölkerung: etwa 80 Prozent der OvaHerero und 50 Prozent der Nama wurden ermordet. Dennoch ist die deutsche Kolonialvergangenheit kaum aufgearbei tet. Viel zu selten wird sie in der Schule behandelt, koloniales Raubgut befindet sich noch immer im Besitz deutscher Museen, Straßennamen und Monumente ehren koloniale Verbrecher – ganz zu schweigen von einer weltweiten Aufteilung in Nord und Süd, reich und arm ….

Wir von decolonize Jena! wollen deshalb das öffentliche Bewusstsein schärfen und auf Spuren und Folgen der deutschen kolonialen Vergangenheit aufmerksam machen!

Die Veranstlatungsreihe findet in Kooperation mit dem Referat gegen gruppenbezogene Menschenfeinlichkeit des StuRa der FSU Jena statt.

Wir bemühen uns um eine einfache Sprache. Für Kinder wird jeweils etwas Spielzeug geben, damit auch Eltern dabei sein können. If you aren’t fluent in German, we will do our best to provide a translation in English (or French, Spanish). The movie is subtitled.


25.6.18 (Montag) 18:30 Uhr / Garten Zwätzengasse 4-9 (durch das Tor)

„Weiße Geister – Der Kolonialkrieg gegen die Herero“ open-air: Film und Diskussion mit Israel Kaunatjike

Martin Baer begleitet den in Berlin lebenden Herero Israel Kaunatjike nach Namibia und folgt den Spuren und Erinnerungen des Genozids an den OvaHerero und Nama und fragt nach einem angemessenen Umgang mit der Vergangenheit.

Infos zum Film: http://www.baerfilm.de/frameseiten2/frame-weisse-deu.htm


5.7.18 (Donnerstag) 18:00 Uhr / Haus auf der Mauer, Johannisplatz 26

„Völkermord verjährt nicht!“ Vortrag & Diskussion mit Reinhart Kössler (Bündnis „Völkermord verjährt nicht“)

In seinem Vortrag stellt Reinhart Kössler die Arbeit und die Forderungen des Bündnis vor und bettet sie in die Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Namibia und Deutschland ein.


7.7.18 (Samstag) von 14:00-17:00 Uhr / Start am Holzmarkt

Stadtrundgang zum deutschen Kolonialismus und seinen Spuren in Jena

Im Anschluss: Diskussion bei Kaffee & Kuchen im Garten in der Zwätzengasse 4-9 (durch das Tor). Ab 15:00 Uhr kann hier auch Pause gemacht werden. Wir bitten für den Stadtrundgang um eine kurze Anmeldung: decolonize-jena@riseup.net (Die Gruppe soll eine Anzahl von 20 Personen nicht überschreiten. Ihr könnt gern spontan dazu kommen, solange noch Platz ist.)


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.